Er schenkte ihm die Kindheit voller Zärtlichkeit
Er lehrte ihn Gerechtigkeit und Mitgefühl
Er gab ihm seine Bildung, seine ganze Zeit
Und seine Liebe kannte nur ein einziges Ziel
Mit viel Geduld erzog er ihn zu Menschlichkeit
Er schenkte ihm sein Herz und sein Vertrauen
Er lehrte ihn Gewissen und Aufrichtigkeit
Und hoffte, eines Tages sein Glück zu schauen
Doch jener, der so viel an Liebe einst empfing
Erhob den eignen Hochmut zum Gebot
Verachtete den Menschen, der mit ihm durchs Leben ging
Und ließ ihn tief verletzt in seiner Not
Wer Liebe schenkte, wurde schuldig gesprochen
Wer Leid verursachte, erntete Applaus
Dem Liebenden wurde das Herz gebrochen
Den Täter rief man als den Helden aus
Das Opfer galt als schwach, als Last für jedermann
Die Welt sah zu und feuerte den Täter an
Der Sohn verachtete, was ihn durchs Leben trug
Und machte seinen Wohltäter zum Feind
Er selbst beging an ihm den schwersten Betrug
Und gab ihm noch die Schuld, als wär er schlecht gemeint
Die Gesellschaft feierte seine Dreistigkeit
Und pries die Kälte als besondere Tugend
Sie nannte seinen Hochmut Unabhängigkeit
Und schmähte jene Liebe, die ihn trug seit seiner Jugend
Wer Liebe schenkte, wurde schuldig gesprochen
Wer Leid verursachte, erntete Applaus
Dem Liebenden wurde das Herz gebrochen
Den Täter rief man als den Helden aus
Das Opfer galt als schwach, als Last für jedermann
Die Welt sah zu und feuerte den Täter an
Wer liebte, blieb allein mit seiner tiefen Pein
Die Trauer ließ ihn keinen Frieden finden
Kein neuer Tag vermochte ihm ein Trost zu sein
Er sah mit jeder Nacht die Hoffnung schwinden
Als schließlich seine letzte Stunde kam
War jede Hoffnung längst in ihm erfroren
Die Welt pries jenen Sohn, der ihm die Würde nahm
Der Liebende starb einsam und verloren
Wer Liebe schenkte, wurde schuldig gesprochen
Wer Leid verursachte, erntete Applaus
Dem Liebenden wurde das Herz gebrochen
Den Täter rief man als den Helden aus
Das Opfer galt als schwach, als Last für jedermann
Die Welt sah zu und feuerte den Täter an